Gleich zu Beginn der großen Ferien, wenn die Stockholmer die Stadt verlassen und sich auf ihre Ferienhäuser im Skärgården zurückziehen, erobern die Vorortbewohner endlich mit ihren Fahrrädern die Boulevards und Parkanlagen der Hauptstadt, Radfahren in Schweden ist angesagt.

Unterwegs zwischen Hagapark und Djurgården genießen sie die Ruhe und Frische, die von Park zu Park durch die Alleen Östermalms fließen. Das satte Grün scheint nun wie das Wasser die schöne Stadt zu umarmen und Stockholm zu dem zu machen, was es eigentlich ist: ein Naturschauspiel, lebendig, farbenfroh, wild und scheinbar grenzenlos. Denn verlässt man Stockholm Richtung Osten, öffnet sich ein weites Inselmeer aus über zwanzigtausend Schären.

Zunächst sind es die verspielten und lustvollen Häuser entlang der Ufer, dann das heimelige Städtchen Vaxholm und schließlich, weit draußen, die vom Eis geschliffenen Felsen des äußeren Skärgården, an denen ich mich in meinen dreizehn Jahren in Stockholm nie sattsehen konnte.

Radfahren in Schweden, Stockholmer Altstadt

Åland Das Land meiner Träume

Wenn ich dort mit Freunden nach einer Kajaktour das Zelt aufgeschlagen und ein Feuer gemacht hatte, tranken wir uns immer wieder Mut an, auch die letzten fünfunddreißig Kilometer – die einzigen über offenes Gewässer – hinüber zu den Ålandinseln zurückzulegen.  Wir haben diese ultimative Tour nie gewagt. Als Kanute blieben für mich die Felsen der Svenska Högarna das Maß aller Dinge und die Ålandinseln schlicht das „Land meiner Träume“.

Mit meiner fahrradbegeisterten Familie hingegen setzten wir auch ohne sinnloses Mut Antrinken schon bald mit der Fähre nach Mariehamn über und  erkundeten die autonome Inselgruppe bis hinüber zum finnischen Festland auf unseren Rädern.

Kein Jahr verging mehr, wo wir nicht wenigstens zu einem Wochenendausflug aufbrachen, um unsere Lieblingstour nach Järsö zu machen. Denn hier, auf einer über schmale Deiche und Brücken verbundenen Inselkette, ist Radfahren in Schweden so atemberaubend schön wie das schnelle Dahingleiten auf einem Segelboot. Und hatten wir mehr Zeit, erkundeten wir mit Unterstützung der kleinen Skärgårdsfähren eine Insel nach der anderen: Degerö, Föglö, Sottunga, Seglinge, Kumling.

Zuerst ließen wir die drei, vier Autos von der Fähre vorbeiziehen. Dann hatten wir die Insel für uns alleine und genossen auf bestens präparierten schmalen Straßen die kurvige Fahrt zwischen Felsen und Feldern, durch kleine Wälder und am Wasser entlang bis zum nächsten Anleger.

Radfahren in Schweden und auf Åland – Irgendwann gehörte es für uns einfach zu einem Sommer in Stockholm dazu.

Schärengarten von Stockholm beim Radfahren in Schweden

Radfahren in Schweden auf die Åland-Inseln? Michael und Highländer nehmen euch mit!

Seine Liebe zum Radfahren in Schweden und zu den Åland-Inseln teilt Michael im Jubiläumsjahr mit interessierten Highländer-Gästen.

Denn dann nehmen Michael und Highländer Reisen alle Radfreunde und die, die es werden wollen an gleich zwei Terminen mit zum Radfahren im Schwedischen Schärengarten und auf den Åland-Inseln.

Reisetermin: 23.06.2018 – 30.06.2018 & 04.08.2018 – 11.08.2018
Reisepreis: ab 1.430,- €
Weitere Informationen und Buchung unter www.highlaender.de/HSSF

Michael

Wer hat das geschrieben?

Michael studierte Geographie, Theologie und Musik. Er lebte dreizehn Jahre als Lehrer und Leiter eines Jugendtheaters in Stockholm. Für jede Tages- und Jahreszeit hat er in der schwedischen Hauptstadt seine Lieblingsorte. Besonders heimisch fühlt er sich im Stockholmer Skärgården. Die Weite Schwedens sowie die Fjord- und Fjellregionen Norwegens erschloss er sich in den letzten 30 Jahren vor allem mit dem Fahrrad. Michael lebt heute als Sänger, Synchronsprecher und Schriftsteller in Lübeck.